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Glaukom: Dies sind die Ursachen, Symptome und Behandlungen beim Grünen Star

Glaukom / grüner Star

 

 

Bestimmt kennen Sie den Grauen Star, eine sehr häufige, ernstzunehmende Augenerkrankung. Doch haben Sie schon mal vom Grünen Star gehört oder sind eventuell sogar selber davon betroffen? Dann erfahren Sie hier mehr darüber!

 

 

Was ist ein Glaukom?

Der grüne Star, auch Glaukom genannt, ist eine Augenerkrankung. Er kann unterschiedliche Ursachen haben – oft wird er hervorgerufen durch einen hohen Augeninnendruck oder eine gestörte Blutversorgung des Auges. Im Zuge der Erkrankung können Schäden am Sehnerv entstehen, welche irreversibel sind und unbehandelt zur Erblindung führen. Der grüne Star ist eine der meistverbreiteten Augenkrankheiten Deutschlands.

Was sind die Ursachen des Glaukom?

Die Ursachen des Grünen Stars sind verschieden, häufig führt ein zu hoher Augeninnendruck zu der Erkrankung.

Der Augeninnendruck entsteht in den Augenkammern, welche mit Kammerwasser gefüllt sind. Das Kammerwasser, welches zwischen Linse und Hornhaut fließt, wird im Ziliarkörper des Auges produziert. Von dort fließt es von der hinteren Augenkammer in die vordere Augenkammer und verlässt dann die Augenkammern durch den sogenannten Schlemmschen Kanal.

Es ist ein kontinuierlicher Prozess, der die Augenlinse und die Hornhaut mit wichtigen Nährstoffen versorgt. Bei einem gesunden Auge sorgt dieser Kreislauf für einen konstanten Druck mit Normalwerten zwischen 10 und 21 mmHg. Ist dieser Kreislauf jedoch gestört oder das Kammerwasser kann nur schlecht abfließen, führt dies zu einem erhöhten Augeninnendruck, mit Werten ab 24 mmHg.

 


Glaukom Auge

 

 

 

Der erhöhte Augeninnendruck kann Schäden an den Nervenfasern des Sehnervs verursachen. Je widerstandsfähiger Ihr Sehnerv ist, desto kleiner der Schaden.

 

 

Die Durchblutung des Sehnervs ist mitentscheidend ob Ihr Auge anfällig auf ein Glaukom ist. Bei guter Durchblutung kann auch ein hoher Augeninnendruck toleriert werden. Ein Glaukom kann jedoch auch bei normalem Augendruck entstehen, als Folge einer schlechten Durchblutung. Bei nicht ausreichender Durchblutung werden die Nervenzellen nur ungenügend mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt.

Es gibt noch weitere Ursachen für ein Glaukom, beispielsweise Folgeschäden von Entzündungen oder Verletzungen. In wenigen Fällen kann ein Glaukom auch angeboren sein. In diesen Fällen spricht man von sekundären Glaukomen.

Kann man bei Grünem Star Kontaktlinsen tragen?

Ja, Menschen mit Glaukom können Kontaktlinsen tragen, vorausgesetzt, ihr Arzt verbietet es ihnen nicht - zum Beispiel wegen einer speziellen Art von Augentropfen gegen Augendruck, die nicht mit Kontaktlinsen kombiniert werden dürfen. Diese Art von Augentropfen sind rezeptpflichtig, daher sollten Sie diese Behandlung mit Ihrem Arzt besprechen.

Wenn sie also trotz des Grünen Stars keine Probleme mit dem regelmäßigen Tragen von Kontaktlinsen haben, können sie diese tragen.

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Was sind die häufigsten Glaukom-Arten?

Bei einem Normaldruckglaukom erleidet Ihr Sehnerv einen Schaden, jedoch nicht durch einen erhöhten Augeninnendruck, sondern oft durch einen gestörten Blutfluss.

Bei einem Engwinkelglaukom ist der Abfluss des Kammerwassers blockiert, was einen sofortigen Anstieg des Augeninnendrucks zur Folge hat. Ein Engwinkelglaukom tritt plötzlich auf und kann mit schmerzhaften Symptomen verbunden sein. Ein derartiger Zustand wird auch als Glaukomanfall bezeichnet.

Offenwinkelglaukome treten am häufigsten auf und bleiben oft vom Patienten unbemerkt. Durch einen erschwerten Abfluss des Kammerwassers steigt der Augeninnendruck an und führt zu einem chronischen hohen Druck im Auge, wovon der Sehnerv langsam Schaden nimmt.

Glaukom Auge

 

 

Was sind die Auswirkungen des Grünen Stars auf den Alltag?

 

 

Solange Sie noch keine starken Symptome haben, werden Sie Ihren Alltag weiterhin meistern können. Wenn die Schäden des Sehnervs jedoch ausgeprägter werden, wird Ihr Alltag mehr beeinträchtigt.

Durch das eingeschränkte Sehen steigt beispielsweise die Stolpergefahr oder das Risiko beim Autofahren, welches bei stark eingeschränktem Gesichtsfeld nicht mehr möglich sein wird. Bei sehr schweren Verläufen sind die Patienten und Patientinnen auf zusätzliche Hilfe angewiesen und die Angst des Erblindens kann belastend sein. Doch lassen Sie uns zuerst die Symptome des Glaukoms erläutern.

Was sind die Symptome des Grünen Stars?

Je nach Glaukomart sind die Symptome verschieden. Oftmals nehmen Patienten über längere Zeit keine Symptome wahr. Ein grüner Star macht sich dann eventuell erst Jahre später bemerkbar durch Gesichtsfeldausfälle, welche Sie an schwarzen Flecken oder einem Schleier im Randbereich Ihres Blickwinkels erkennen. Je ausgeprägter das Glaukom ist, desto kleiner wird ihr Gesichtsfeld. Ein unbehandeltes Glaukom kann somit zur vollständigen Erblindung führen. Eine Wiederherstellung des Sehvermögens ist dann nicht mehr möglich.

Bei einem Engwinkelglaukom kann es zu einem Glaukomanfall kommen. Dieser ist oft verbunden mit einer akuten Sehstörung, starken Kopfschmerzen, Übelkeit oder geröteten Augen. Bei einem Glaukomanfall handelt es sich um einen Notfall und sollte sofort von einem Augenarzt oder einer Augenärztin behandelt werden. Um den Verlauf des Gesichtsfeldverlusts einzuschränken ist ein regelmäßiger Augenarztbesuch notwendig. Dieser wird Ihnen die verschiedenen Behandlungen vorstellen.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Die Schäden eines Glaukoms können leider nicht geheilt werden, aber eine rechtzeitige Behandlung kann den Schaden in Grenzen halten und den weiteren Verlauf der Krankheit verlangsamen.

Es empfiehlt sich daher, Ihre Augen regelmäßig vom Experten untersuchen zu lassen. Denn noch bevor Sie akute Symptome wahrnehmen, kann Ihr Arzt oder Ihre Ärztin ein Glaukom feststellen und sofort mit der Behandlung beginnen. Bei jeder Routineuntersuchung wird Ihre Sehleistung und Ihr Augeninnendruck gemessen, sowie das Gesichtsfeld überprüft. Bei Verdacht auf ein Glaukom wird außerdem Ihr Sehnervenkopf begutachtet. Mit hochmodernen Geräten, sowie mit der Spaltlampe, kann Ihr Augenarzt den Sehnervenkopf genauer betrachten. Anhand dieser Untersuchung wird er erkennen, wie weit Ihr Glaukom fortgeschritten ist.

Bei erhöhtem Augeninnendruck wird zusätzlich der Kammerwinkel überprüft. Ist der Abfluss des Kammerwassers gestört, werden oftmals Augentropfen angewendet. Falls Medikamente und Augentropfen nicht ausreichend wirken, können operative Eingriffe den Abfluss des Kammerwassers wieder normalisieren. Bei einer Laserbehandlung oder einem operativem Eingriff wird eine zusätzliche Abflussmöglichkeit des Kammerwassers geschaffen oder der bereits bestehende Kanal vergrössert. Durch die Normalisierung des Drucks wird der Sehnerv entlastet und der schleichende Sehverlust somit verzögert oder aufgehalten.

Was sind die Risikofaktoren für ein Glaukom?

Jeder und jede kann von einem Glaukom betroffen sein. Allerdings tragen verschiedene Faktoren zu einem erhöhten Risiko bei, wie beispielsweise:

  • Stark erhöhter Augeninnendruck
  • Fortgeschrittenes Alter
  • Familiäre Vorbelastung
  • Kurzsichtigkeit
  • Diabetes
  • Durchblutungsstörungen

Wollen Sie mehr zu den Risikofaktoren des Grünen Stars erfahren?

Lesen Sie den 321Linsen-Blog und informieren Sie sich über Themen wie Kurzsichtigkeit oder Augeninfarkte.

Kurzsichtigkeit Infarkt im auge

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Quellen:

 

Woche des Sehens, https://www.woche-des-sehens.de/…deutschland/#c502